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Wenn die Schwangerschaft mit einer vaginalen Pilzinfektion einhergeht.

schwangerschaft und pilzinfektionIch habe seit ein paar Tagen ein lästiges Brennen und Jucken in der Scheide – schon wieder ein Scheidenpilz? Kann ich solch eine vaginale Infektion nicht irgendwie verhindern? Wichtige Fragen, die sich zahlreiche schwangere Frauen stellen und ganz sicher müßen sie sich dafür nicht schämen. Vaginale Pilzinfektionen (Candidiasis) sind oft lästig, aber kein Grund zur Sorge. Typische Symptome sind: Juckreiz, Brennen, weißlich-bröckeliger Ausfluss und Rötung und Schwellung im Intimbereich. Auch kann es zu einem unangenehmen Brennen beim Wasserlassen oder zu Beschwerden beim Geschlechtsverkehr kommen. Mit einem einfachen Abstrich kann ein Gynäkologe feststellen, ob eine Infektion vorliegt.

Kommen vaginale Pilzinfektionen in der Schwangerschaft häufiger vor?

Durch hormonell bedingte Veränderungen der Scheidenhaut treten vaginale Pilzinfektionen in der Schwangerschaft tatsächlich öfter auf. Bei ungefähr 30% aller Schwangeren sind Pilze in der Vagina nachweisbar, ohne das dies immer zu Beschwerden führen muss. Auch ein Diabetes oder die Einnahme von Antibiotika können eine Pilzinfektion begünstigen.

Kann ich etwas tun, um diese Infektionen zu verhindern?

Es gibt keinen sicheren Weg, sie zu verhindern, aber es gibt einige Möglichkeiten, das Risiko einer Pilzinfektion zu reduzieren:

Achten Sie auf eine ausreichende Intimhygiene, besonders darauf, auch beim Toilettengang immer von vorne nach hinten zu wischen. Zu häufiges Waschen kann den natürlichen Säureschutzmantel Ihrer Haut angreifen und auch dadurch können Sie eher zu einer Pilz-Infektionen neigen.

Zudem spielt die Ernährung eine wichtige Rolle. Einzelne Lebensmittel, wie Zucker, fördern eine Pilzinfektion. Lesen Sie bitte hierzu auch unseren Artikel „Zucker-die versteckte Gefahr“. Fragen Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin zum Thema gesunde Ernährung bei Pilzinfektion und lesen Sie auch unseren Artikel „Der Pilz im Mensch“.

Generell empfehlen Gynäkologen Baumwollunterwäsche zu tragen. Synthetische Fasern und auch Slipeinlagen verursachen häufig einen Feuchtigkeitsstau und begünstigen so wiederum die Infektion, genauso wie das Tragen zu enger Kleidung (z.B. knallenge Jeans). Auch wichtig: Wechseln Sie täglich Ihre Unterwäsche.

Was kann ich während der Schwangerschaft tun, wenn es doch zu einer Infektion gekommen ist?

Im Falle einer Pilzinfektion kann Ihnen Ihr Arzt/Ihre Ärztin gut wirksame Medikamente mit wenig Nebenwirkungen verschreiben, wie zum Beispiel solche mit dem Wirkstoff Clotrimazol oder Nystatin. Diese werden drei bzw. sechs Tage lokal angewandt, je nach Präparat. Normalerweise ist die Mitbehandlung des Partners, sofern dieser keine Beschwerden hat, nicht nötig. Die Anwendung ist für Ihr ungeborenen Baby unbedenklich.

Ihr Arzt/Ihre Ärztin wird Ihnen im Falle einer Pilzbesiedelung der Vagina in den Wochen vor der Entbindung auf jeden Fall dazu raten, diese behandeln zu lassen – auch wenn sie keine Beschwerden macht. Das ist wichtig, um eine Infektion Ihres Kindes während der Geburt zu verhindern. Das ist besonders wichtig, wenn eine Frühgeburt droht.

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.medjournal.eu/blog/2015/10/01/wenn-die-schwangerschaft-mit-einer-vaginalen-pilzinfektion-einhergeht/

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